Friedrich
Friedrich Joseph Zell
* 17.07.1814 Trier † 24.07.1881 Trier
   
Eltern:  
 
   
   


∞ 1862
Maria Anna von Beulwitz


 

 
Geschwister:
   
   
   
   
   
   

Advokatanwalt

   
Kinder:  
Susanne  
   
   
   

Friedrich Joseph Zell ging in Trier zur Schule und machte dort 1832 sein Abitur. Von 1833 bis 1835 studierte er an den Universitäten Bonn und Heidelberg Rechtswissenschaften. Anschließend arbeitete er als Justizrat in seiner Heimatstadt.
1846 wurde er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Trier und begann, sich für den Erlass einer preußischen Verfassung politisch zu engagieren.
Im Zuge der Märzrevolution 1848 nahm Zell am Vorparlament teil. Vom 18. Mai 1848 bis zum 30. Mai 1849 war er Abgeordneter für Bernkastel in der Frankfurter Nationalversammlung. Dort gehörte er der Fraktion Württemberger Hof an, deren Vorsitzender er ab September 1848 war. Zell gehörte im Parlament mehreren Ausschüssen an, darunter dem Verfassungsausschuss und der Kaiserdeputation. Am 16. Mai 1849 wurde er nach Ausbruch der Revolution in Baden zum Reichskommissar für Baden berufen, er legte das Amt jedoch zusammen mit seinem Mandat am 30. Mai wieder nieder.
Nach dem Ende der Nationalversammlung nahm er vom 26. - 28. Juni 1849 am Gothaer Nachparlament teil und musste ein Verfahren über sich ergehen lassen, da er nicht bereits Mitte Mai sein Abgeordnetenmandat auf Wunsch der preußischen Regierung niedergelegt hatte. Nach seinem Freispruch arbeitete er wieder als Justizrat. Bis zu seinem Tode 1881 war er Stadtsyndikus in Trier.

Quellen:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Joseph_Zell
RPPD Rheinland-Pfälzische Personendatenbank
Archivbestand des Bundesarchivs Koblenz zu Friedrich Joseph Zell
http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=246
Heinrich Best /Wilhelm Weege: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, Düsseldorf 1996, S.370.
Heinz-Günther Böse: Zell, Friedrich Josef. In: Trierer Biographisches Lexikon. Gesamtbearbeitung von Heinz Monz. Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz (87). Koblenz 2000, S. 520/21.